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SchmitterGroup gehört zu den TOP 100

Thüngener Unternehmen schafft es in Deutschlands Innovationselite/Ehrung durch TOP 100-Mentor Ranga Yogeshwar

von links nach rechts: Dr. Thomas Ruhland, M. Schmidt (CEO bei SchmitterGroup AG), Ranga Yogeshwar (Top 100 Mentor), Hans-Martin Trefzger

Thüngen – Zum 23. Mal werden die TOP 100 ausgezeichnet, die innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands. Die SchmitterGroup AG gehört in diesem Jahr zu dieser Innovationselite. Das Unternehmen aus Thüngen nahm zuvor an einem anspruchsvollen, wissenschaftlichen Auswahlprozess teil. Untersucht wurden das Innovationsmanagement und der Innovationserfolg. Der Mentor des Innovationswettbewerbs, Ranga Yogeshwar, ehrt den Top-Innovator im Rahmen des Deutschen Mittelstands-Summits am 24. Juni in Essen.

Die 1947 als Handelsvertretung für Autoersatzteile in Bielefeld gegründete SchmitterGroup AG blickt auf eine lange Innovationsgeschichte zurück: Bereits 1956 stellt sie erste Kraftstoff-, Dieseleinspritz- und Hydraulikschlauchleitungen her und hat durch strategische Zukäufe ihr Portfolio bis hin zur eigenen Rohrherstellung mit Schwerpunkt Kaltumformung stetig entwickelt. Heute biegen, stauchen, prägen, ziehen, stanzen, schweißen, löten und montieren über 1.000 Mitarbeiter weltweit Rohrbaugruppen, die in nahezu jedem Pkw, Lkw oder Nutzfahrzeug zu finden sind: sei es als Einspritzleitungen, Kraftstoffverteiler oder als Behälterrohre für Stoßdämpfer. Seit über 60 Jahren in Thüngen in Unterfranken beheimatet, ist das TOP 100-Unternehmen inzwischen an sieben weiteren Standorten weltweit vertreten, zum Beispiel in China, Malaysia und Mexiko (in Planung). „Dadurch sind wir vielfach direkt dort, wo unsere Kunden produzieren. Das spart Zeit und Geld, sorgt aber auch für wertvolle Synergien“, erklärt der Vorstand Marco Schmidt.

Beim Innovationswettbewerb TOP 100 überzeugte der Spezialist für Rohrbearbeitung und Kaltumformung deshalb unter anderem mit seinem engen Kontakt zu den Kunden bei der Entwicklungsarbeit. Regelmäßig veranstaltet die SchmitterGroup gemeinsame Design-Workshops mit ihnen. Darin besprechen sie deren Zeichnungen und Wünsche, entdecken gemeinsam Denkfehler und finden Lösungen. Vor kurzem entstand daraus zum Beispiel ein neuartiges Innenrohr für Stoßdämpfer, das in einem Stück gefertigt wird – ohne Schweißen und Zukaufteile. „Das macht das Rohr wesentlich robuster und gleichzeitig leichter“, betont Schmidt.

Auch die Innovationsprozesse der Unterfranken sind hervorzuheben. Damit neue Ideen nicht schon in einer frühen Phase vorschnell ad acta gelegt werden, arbeitet die Firma mit den „5 Whys“ – fünf Fragen, etwa nach dem Ressourcenverbrauch, dem Auftragsvolumen oder den Systemlaufzeiten. „Wir haben immer wieder das Problem, dass Themen im Tagesgeschäft zu oberflächlich abgehandelt werden. Das verhindern wir damit systematisch“, erklärt Schmidt.
Über 4.000 Unternehmen interessierten sich in diesem Jahr für eine Teilnahme an TOP 100. 366 von ihnen bewarben sich für die Qualifikationsrunde. Davon kamen 284 in die Finalrunde. 238 schafften schließlich den Sprung in die TOP 100 (maximal 100 in jeder der drei Größenklassen). Bewertet wurden die Unternehmen wieder von Prof. Dr. Nikolaus Franke und seinem Team vom Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Sie fragten über 100 Parameter in fünf Bewertungskategorien ab: „Innovationsförderndes Top-Management“, „Innovationsklima“, „Innovative Prozesse und Organisation“, „Innovationsmarketing/Außenorientierung“ und „Innovationserfolg“.

Die TOP 100 zählen in ihren Branchen zu den Schrittmachern. Das belegen die Zahlen der Auswertung: Unter den Unternehmen sind 97 nationale Marktführer und 32 Weltmarktführer. Im Durchschnitt erzielten sie zuletzt 40 Prozent ihres Umsatzes mit Marktneuheiten und Produktverbesserungen, die sie vor der Konkurrenz auf den Markt brachten. Ihr Umsatzwachstum lag dabei um 28 Prozentpunkte über dem jeweiligen Branchendurchschnitt. Zusammen meldeten die Mittelständler in den vergangenen drei Jahren 2.292 nationale und internationale Patente an. Diese Innovationskraft zahlt sich auch in Arbeitsplätzen aus: Die TOP 100 planen, in den kommenden drei Jahren rund 9.500 neue Mitarbeiter einzustellen.

Der Mentor von TOP 100, der Wissenschaftsjournalist und TV-Moderator Ranga Yogeshwar, ist von der Qualität der Unternehmen beeindruckt und hofft auf eine Signalwirkung: „Die Art und Weise, wie die TOP 100 neue Ideen generieren und aus ihnen wegweisende Produkte und Dienstleistungen entwickeln, ist im wahrsten Sinne des Wortes bemerkenswert. Ich freue mich deshalb, dass die Auszeichnung diese Qualitäten sichtbar macht. Hoffentlich ermuntert ihr Erfolg andere Unternehmen, es ihnen gleichzutun. Denn diese Innovationskultur wird in Zukunft für alle Unternehmen immer bedeutender.“

TOP 100: der Wettbewerb
Seit 1993 vergibt compamedia das TOP 100-Siegel für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge an mittelständische Unternehmen. Die wissenschaftliche Leitung liegt seit 2002 in den Händen von Prof. Dr. Nikolaus Franke vom Institut für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Mentor von TOP 100 ist der Wissenschaftsjournalist und TV-Moderator Ranga Yogeshwar. Projektpartner sind die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung und der BVMW. Als Medienpartner begleitet das manager magazin den Unternehmensvergleich. Mehr Infos unter www.top100.de.

KD Busch/compamedia

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